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Küssen ist Balsam für die Seele

Küssen ist Balsam für die Seele

Sanfte Lippen, feuchte Zungen, wildes rumgeknutsche. Ja, ohne Frage, Sex ist nice! Aber Küssen…Küssen ist Balsam für die Seele. 

Als Teenager…

…knutscht man ständig. Im Schulflur, in der Pause, nach der Schule, am Strand im Sommer, am Fußballplatz, wenn die Dorf-Mannschaft spielt, im Café beim 347. UNO-Spiel mit Freunden. So war das zumindest damals bei mir. Und ich rede nicht nur von mir, sondern von meiner ganzen „Clique“. 

Als wir pubertierende 14/15-jährige Teenager waren, war immer eine*r von uns in einer „Beziehung“ (es waren keine wirklichen Beziehungen, aber ihr wisst, was ich meine). Entsprechend wurden auch die ersten Knutscher ausgetauscht. So wurden also aus ersten Küsse mit Orlando-Bloom-Bravo-Poster-Nr.48*, anfängliche 2-Sekunden-Schmatzer mit dem Jungen aus der 10A oder mit dem Mädel aus der 8B. Kurze Zeit darauf kam der Upgrade zum allgemein bekannten Atemlosen-Kuss*. Ihr wisst schon: Hände überall, 150 Zungenumdrehungen pro Minute, Kopfhaltung mal nach links und rechts im ständigen Wechsel, und bloß keine Atempause dazwischen. 

*Hier könnt ihr nachlesen welche Kuss-Arten es gibt und was sie Aussagen.

Erwachsene…

…knutschen kaum. Weil es beim Sex doch um das schnelle rein-raus geht, dafür muss man ja nicht knutschen (hört Ihr auch die Ironie?). Weil wir glauben, dass Sex das ultimative Ziel ist, und alles andere nur Kinderspiel.   

Auf der Straße wird gar nicht mehr geknutscht, könnte ja andere stören. Mit Freunden auch nicht, weil ewige Single-Freunde sich evtl. belästigt fühlen könnten (kleiner Sidefact am Rande: tun wir nicht!), Zuhause hat man keine Zeit, weil das nächste Workout und das Bearbeiten diverser Instapics anstehen.  

Wir sprechen ständig über guten (oder auch schlechten) Sex, über Toys, die uns den Himmel versprechen (und ihre Versprechen auch einhalten #teamsatisfyer), über die Wichtigkeit vom Vorspiel bevor es ans Eingemachte geht, haben aber vergessen wie gut einfach nur Rumknutschen sein kann. 

Wir haben vergessen, wie schön es ist, weil wir ja jetzt erwachsen sind und keine pubertierenden Teenager. Dabei ist doch ganz klar:

…Küssen ist Balsam für die Seele.

Sagt auch die Wissenschaft. Während des Küssens werden über 100 Milliarden Nervenzellen angeregt und Glückshormone wie Adrenalin und Endorphin ausgeschüttet. Unser Körper bereitet also während eines Kusses, unseren persönlichen (und vor allem gesunden) Drogencocktail der allerschönsten Art vor. Außerdem trainieren wir dabei diverse Gesichtsmuskeln. Na, wer muss noch überzeugt werden?

Mir persönlich ist aufgefallen, wie sehr ich das Küssen vermisse, als ich letztens (letztens = könnte gestern oder vor 5 Jahren gewesen sein) ca. 2 Stunden lang genau das gemacht habe. 

Ich war danach einfach nur Happy. Alles war schön. Auch die nörgelnde Nachbarin des Erdgeschosses. Selbst meiner Mutter ist mein plötzlicher Stimmungswechsel aufgefallen. 

Mein Fazit: weniger blabla, und mehr Geküsse. Wenn auch nur der Gesundheit wegen.  

*Funfact: mein erster Kuss war mit Orlando Bloom. Also nicht mit ihm persönlich (duh), sondern mit einem seiner 34 Bravo-Poster, die in meiner pinken Zimmerwand hingen. Also eigentlich auch nicht direkt mit dem Poster, sondern mit meinem Unterarm, der gegen Papier-Orlando gelehnt war. #romantischerwirdsnicht

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Über den Autor

Die Welt ist meine Heimat, der Ozean meine Energiequelle und Salzwasser meine Blutgruppe. Mein Gesicht ist ein offenes Buch, meine Emotionen habe ich nach 28 Jahren immer noch nicht unter Kontrolle und meine Augen sprechen für mich, ob ich es will oder nicht.

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